Der Tod des Kapitäns Cook auf seiner
dritten Reise in die Neue Welt Pantomime in vier Akten von
Jean François Mussot Arnould
Uraufführung Oktober 1788 im Théâtre de l’Ambigu-Comique, Paris; Kritische Aufführung der Theater AG
des Collegium Josefinum Bonn im Rahmen des
25. Festivals Bonner Schulkultur
„Wir gedenken, auf der Bühne ein wahrhaft neues und einzigartiges
Schauspiel aufzuführen, das zudem interessant
und lehrreich ist. Der tragische Tod des Kapitäns Cook,
ermordet von Wilden, die er mit Wohltaten überhäuft
hatte, ist ein Stoff, der alle diese Vorteile in sich vereint.
Wir haben alles getan, um diesen berühmten Seefahrer
auf eine Weise zu präsentieren, die seiner würdig ist.“
(aus dem Vorwort von J.F.M. Arnould)
Eintritt: 5,50 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
James Cook und die Entdeckung der Südsee - Rahmenprogramm
Mittwoch, 9.Dezember |
19 Uhr
Rahmenprogramm zu Ausstellung
"Arno Fischer - Retrospektive"
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
One, Two, Three
USA 1961, 115 min, FSK ab 6, englische Originalfassung
Regie: Billy Wilder. Mit James Cagney, Horst Buchholz, Arlene Francis, Hanns Lothar, Liselotte Pulver
Billy Wilders Eins, zwei, drei gehört ganz bestimmt zu den allerbesten Filmkomödien, die je gedreht wurden, eine an sich schon komische Grundsituation, « überzeugter Kommunist muss binnen weniger Stunden in einen für amerikanische Tycoons akzeptablen Schwiegersohn umgemodelt werden », wird durch die traumwandlerisch sichere Regie und phantastische Schauspielerleistungen bin in die allerkleinste Nebenrolle hinein zum Meisterwerk. Im noch ungeteilten Berlin der späten 50er Jahre muß C.R. MacNamara, Statthalter des mächtigen Coca-Cola-Konzerns zu Germany, voller Entsetzen zur Kenntnis nehmen, dass die ihm anvertraute Tochter seines Chefs von einem charmanten Kommunisten aus dem falschen Teil der Stadt geschwängert wurde und diesen auch noch geheiratet hat. Keinen noch so miesen Griff in die Trickkiste scheuend, macht sich MacNamara daran, den Bolschewisten auf kapitalistischen Kurs zu trimmen und die Familienehre zu retten.
Eintritt: 6,- Euro / ermäßigt 3,50 Euro
Weltliteratur Live
Donnerstag, 10. Dezember | 19 Uhr
Lesung in der Lounge in der Reihe Weltliteratur Live „Warum wir die Frauen lieben“
Lesung und Gespräch mit Mircea Cărtărescu und Thomas Franke
Mircea Cărtărescu
Foto: Cato Lein
Mircea Cărtărescu, 1956 in Bukarest geboren, veröffentlicht seit 1978 Gedichte und Prosa. Seine „metaphysische Malerei mit Worten“ (FAZ) hält jedem Vergleich mit den Klasssikern der phantastischen Literatur stand. Er selbst beschreibt seine literarische Leidenschaft so: „In jedem Buch suche ich Poesie, einen frischen Blick auf die Welt, einen neuen Ausdruck der wenigen universalen Gefühle, die immer der wahre Plot eines Buchs waren: Liebe, Zärtlichkeit, Vertrauen, Wut, Frohsinn, Verzweiflung und Wahnsinn.“ (ZEIT online)
Mircea Cărtărescu lebt in Bukarest; im Wintersemester 2009/2010 hat er die Samuel-Fischer-Gastprofessur in Berlin inne.
Der nicht nur in Bonn wohl bekannte Schauspieler und Sprecher Thomas Franke hatte seit jeher eine außergewöhnliche Affinität zur phantastischen Literatur. Er erhielt 2000 als erster deutscher Schauspieler in New York den „Fringe Overall Award for the Best Male Performance“.
Eine Kooperation mit: Deutscher Akademischer Austauschdienst, Veranstaltungsforum der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, S. Fischer Verlag, Seminar für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin.
Eintritt: 6,50 EUR/ermäßigt 3,50 EUR (Abendkasse)
James Cook und die Entdeckung der Südsee - Rahmenprogramm
Dienstag, 15.Dezember |
19 Uhr
Rahmenprogramm zu Ausstellung
"Arno Fischer - Retrospektive"
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Der geteilte Himmel
DDR 1964, 114 min, FSK ab 16, dt. Fassung
Regie: Konrad Wolf. Mit Erika Pelikowsky, Hilmar Tate, Martin Flörchinger, Renate Blume
Dieser hervorragend fotografierte Film nach einer Novelle von Christa Wolf erzählt die Liebesgeschichte des Chemikers Manfred und der jungen Rita. Rita wird von Manfred gefördert, er gibt ihr Selbstvertrauen und ermutigt sie zu studieren. Rita kommt zu Manfred nach Halle, um mit ihm gemeinsam ein neues Leben zu beginnen. Neue Welten erschließen sich ihr: Aufregend ist es, durch das Praktikum in einem Betrieb mit den Arbeitern Sorgen und Freuden zu teilen, ein Genuss zu spüren, wie das Studieren den Blick weitet. Nur eins ist nicht so, wie Rita es sich vorgestellt hatte: ihr Leben mit Manfred.
Der differenziert argumentierende Filme entstand in einer Zeit der vorsichtigen Liberalisierung, doch eine neue Eiszeit brach an: Schon ein Jahr nach der wohlwollend beklatschten Uraufführung kam es zur kulturpolitischen Kehrtwendung nach dem 11. Parteitag des ZK der DDR.
Eintritt 6,- Euro /ermäßigt 3,50 Euro
James Cook und die Entdeckung der Südsee - Rahmenprogramm
Mittwoch, 16.Dezember |
19 Uhr
Rahmenprogramm zu Ausstellung
"Arno Fischer - Retrospektive"
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Die Mörder sind unter uns
Deutschland 1946, 91 min, FSK ab 16, dt. Fassung
Regie: Wolfgang Staudte. Mit Hildegard Knef, Ernst W. Borchert, Arno Paulsen, Marlise Ludwig.
Zwei Menschen kehren 1945 nach Berlin zurück. Susanne Wallner (Hildegard Knef), trotz schrecklicher Erlebnisse in einem Frauen-Konzentrationslager, ist noch von Lebenswillen durchdrungen, während der Offizier und Arzt Dr. Mertens resigniert hat; in Polen musste er trotz seines Widerspruchs Zeuge einer Erschießung unschuldiger Geiseln werden, die sein Vorgesetzter am Weihnachtsabend angeordnet hatte. Zynisch kommentiert Mertens jede auf die Zukunft gerichtete Lebenseinstellung. Susanne trifft den alkoholisierten Mann in ihrer ehemaligen Wohnung an und beginnt ihn trotz seines abweisenden Verhaltens zu lieben. Sie kümmert sich um die zerstörte Wohnung, erträgt seine destruktiven Kommentare, kritisiert ihn aber auch und bewirkt, dass er wieder Mut zu fassen beginnt. Ihre Beziehung entwickelt sich zu einem Liebesverhältnis, doch Mertens wird von der Vergangenheit eingeholt. Er trifft auf seinen ehemaligen Vorgesetzten in der Gestalt des erfolgreichen Fabrikanten Brückner und beschließt nun, diesen zu töten.