Ein Italiener in Paris: Amedeo Modigliani und die Künstler des Montparnasse
1906 verließ Modigliani Italien und pilgerte nach
Paris. In den berühmten Cafés und Bars traf er auf
eine schillernde, innovative und inspirierende
Künstlergemeinde, die zudem von Mäzenen,
Galeristen und Kunstkritikern umgeben war. In kurzer
Zeit avancierte Modigliani zu einem der markantesten Vertreter der neuen Künstlergeneration und
arbeitete in der Künstlerkolonie La Ruche auf dem
Montparnasse.
Nicole Birnfeld, Kunsthistorikerin, führt in ihrem
Vortrag in das Künstlerumfeld Modiglianis ein.
Konzertperformance im Forum Xala – Ania Losinger – The Five Elements Ania Losinger tanzt und spielt auf dem ersten
Bodenxylophon der Welt – Xala
Am Marimbaphon: Matthias Esers
Sie kreierte dieses Unikat 1998/99 zusammen mit
dem Instrumentenbauer Hamper von Niederhäusern.
Zum Klingen gebracht wird das Xala mit Flamencoschuhen und menschenhohen Stöcken. Im Zentrum
von Matthias Esers Instrumentarium steht die
Marimba, erweitert mit verschiedenen Trommeln,
Becken und asiatischen Gongs. Der Zusammenklang
der beiden Instrumente offenbart ein breites
Spektrum von poetisch leiser Kammermusik bis hin
zu magisch orchestraler Kraft. Die Performance wird
durch ein subtiles, stimmiges Lichtkonzept
unterstrichen.
Die von James Cook erforschten Inselwelten in der
Südsee waren nicht von sorgenfreien und paradiesischen Gemeinschaften bewohnt, sondern von
oftmals streng hierarchisierten Gesellschaften, deren
Mitglieder nach Rang und Status abgestuft waren.
Auch Jugendliche und Heranwachsende mussten sich
dementsprechend über Mutproben, Härtetests und
schmerzhafte Prozeduren wie die Tätowierung ihren
Platz in dieser Welt sichern. Die Führungen beleuchten die pazifische Inselwelt aus dem Blickwinkel des
Erwachsenwerdens in komplex aufgebauten Gesellschaften.
Teilnahme nur für Lehrerinnen und Lehrer (kostenlos).
James Cook und die Entdeckung der Südsee - Rahmenprogramm
Drei Expeditionsreisen in die damals noch unbekannten
Weiten des Pazifischen Ozeans machten den britischen
Seefahrer und Entdecker James Cook berühmt. Kein
Mensch war jemals zuvor so weit gefahren; ihm gelang
es erstmals, Neuseeland, Australien und die Inselwelt
der Südsee zu kartographieren. Damit vervollständigte
er unser neuzeitliches Bild von der Erde und widerlegte
die Vorstellung von einem mythischen Südkontinent.
Von seiner dritten Reise kehrte er nicht mehr zurück.
Auf mysteriöse Weise fand er auf Hawaii durch die Angriffe
der Einheimischen den Tod.
Brigitta Hauser-Schäublin,
Mitkuratorin der Ausstellung und Professorin für Ethnologie an der Universität Göttingen, führt in die Ausstellung
ein und stellt die wichtigsten Exponate vor.
Information:
Telefon: 0228 9171–263 (Montag–Donnerstag 9–15 Uhr und freitags 9–12 Uhr) Anmeldung: Eine schriftliche Anmeldung ist bis zum 26. August
erforderlich. Fax: 0228 91 71–244,
E-Mail: paedagogik@kah-bonn.de
Die Anmeldebestätigung wird
Ihnen zugesandt und ist zum
jeweiligen Termin mitzubringen.
Kino als Permanenzprogramm
im Forum Rodney Graham – Vexation Island
„Vexation Island“ ist ein 10-minütiger Looping, gedreht auf 35mm Filmmaterial auf den British Virgin Inseln. Der Film spielt in einem „Robinson-Crusoe-Szenario“, wobei Graham selbst den unglücklichen Schiffbrüchigen spielt.
Der Künstler als gestrandeter Held – ein Film, der als Endlosschleife projiziert wird und die ewige Wiederkehr des Gleichen als Abfolge neurotischer Wiederholungshandlungen inszeniert. Der Film wurde für den Kanadischen Pavillon der Biennale di Venezia 1997 konzipiert.
Der Eintritt ist frei.