Modigliani war Zeichner, Maler und Bildhauer, dessen Bekanntheit vor allem auf seinen Aktgemälden beruht, die zu seiner Zeit als skandalös empfunden wurden
und erst später Akzeptanz fanden. 1906 ging der Künstler nach Paris und kam in Kontakt mit Picasso und Brâncusi. Mit 35 Jahren starb er an Tuberkulose.
Sein Gesamtwerk umfasst vor allem Gemälde und Zeichnungen, aber auch Skulpturen. Sein Œuvre ist auch durch Kunstwerke der Renaissance und Elemente afrikanischer Kunst beeinflusst. Es läßt sich allerdings keiner der zeitgenössischen Stilrichtungen wie etwa dem Kubismus oder dem Fauvismus eindeutig zuordnen.
Der Kurator der Ausstellung, Christoph Vitali, spricht mit Susanne Kleine, Projektleiterin der Ausstellung, über den Künstler Amedeo Modigliani und dessen Werk.
Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich. Anmeldeschluss: 15. April
Sie erreichen uns von Montag–Donnerstag von 9–15 Uhr und freitags von 9–12 Uhr (Telefon: 0228 9171-263, Fax: 0228 9171-244, E-Mail: paedagogik@kah-bonn.de oder per Post). Die Anmeldebestätigung wird Ihnen zugesandt und ist zum jeweiligen Termin mitzubringen.
Samstag, 18. April 2009 | 20 Uhr, Einlass 19:30 Uhr
Ars Vitalis – Fahrenheiten
Eine konzertierte Attacke auf den Verlust des Staunens
Seit nunmehr drei Jahrzehnten sind die Auftritte von Ars Vitalis ein einzigartiges Gesamtkunstwerk. Drei wunderbar traurige Harlekins, humorvolle Geschichtenerzähler, orchestrale Musiker, musikalische Schlangenbeschwörer, kurz: Ars Vitalis sind umwerfende Artisten der Bühnen- und Lebenskunst. Ihre Programme virtuos, absurd-theatral und komisch, hochmusikalisch und immer wieder neu überraschendes Spiel mit dem Nichtgelingen.
Oder um es mit der Süddeutschen Zeitung zu sagen:
„Denn auch nach 30 Jahren bleibt Ars Vitalis das Maß der Dinge in Sachen l’art pour l’art, eine Oase für die von Ernst und Bedeutung Verfolgten, ein süchtigmachendes Heilmittel gegen die Aufdringlichkeit der Realität. Man muss nur die entsprechenden Rezeptoren anwerfen und wird für immer verwandelt sein.
Wenn Samuel Beckett, Ernst Jandl, Charly Chaplin und Louis Armstrong gemeinsam Kleinkunst gemacht hätten, dann wäre vielleicht das herausgekommen, was Ars Vitalis auf die Bühne zaubert.“
Besser lässt sich das Ereignis Ars Vitalis nicht beschreiben - man muss es erleben!
Kino im Forum als Permanenzprogramm während der Öffnungszeit der Ausstellung
Fantômas I.
Fantômas – Im Schatten der Guillotine
Frankreich 1913, 54 Min., Stummfilm mit französischen Zwischentitel und englischen Untertiteln, s/w, Regie Louis Feuillade
Mit René Navarre, Edmund Bréon, Georges Melchior u.a.
Fantômas – Fürst des Terrors und erzkriminieller Antiheld – versetzt mit seinen skrupellosen und zugleich genial ersonnenen Taten seine Umwelt in Angst und Schrecken. Sein erbittertster Feind, Inspektor Juve, kommt meist einen Schritt zu spät und gerät immer wieder selbst in Lebensgefahr. Die fünfteilige Stummfilm-Reihe von Louis Feuillade mit René Navarre in der Titelrolle basiert auf den gleichnamigen Kolportageromanen und machte die Fantômas-Figur weithin bekannt. Sie ist ein frühes Meisterwerk des populären Kinos, das nicht nur zahlreiche weiterer Verfilmungen der Stoffes nach sich zog, sondern auch erheblichen Einfluss auf die künstlerische Avantgarde der Zeit ausübte.
Der Eintritt ist frei.
Amedeo Modigliani - Rahmenprogramm
Sonntag, 19. April | 17 Uhr - Veranstaltungshinweis
Kino in der Brotfabrik, Kreuzstraße 16, 53225 Bonn
in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Modigliani – Ein Leben in Leidenschaft USA/F/D/I/Rum/GB 2004, 128 Min. digitale Projektion, FSK: Freigegeben ab 12 Jahren, Regie: Mick Davis
Mit Andy Garcia, Elsa Zylberstein, Hippolyte Girardot, Omid Djalili, Eva Herzigova, Udo Kier
Paris 1919. Ganz Europa leidet noch unter den Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs, während im wilden Pariser Nachtleben Liebe, Lust und Leidenschaft das Zepter übernommen haben. So auch im Café La Rotonde, wo die beiden konkurrierenden Malergenies Pablo Picasso und Amedeo Modigliani verkehren. Doch während Picasso als anerkannter Künstler Erfolge feiert, lebt Modigliani mit seiner Geliebten Jeanne Hébuterne in ärmlichsten Verhältnissen. Gespannt wartet die Pariser Kunstwelt auf einen anstehenden hochdotierten Wettbewerb, bei dem darüber entschieden werden soll, wer von beiden der Bessere ist. Die Schilderung von Modiglianis letztem Lebensjahr in Paris beruht lediglich in Grundzügen auf realen Ereignissen, bietet aber eine beeindruckende Ausstattung und ebensolche Kameraarbeit.
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Moulin Rouge! Musical, USA 2001, 126 Min., FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Baz Luhrmann
Mit Ewan McGregor, Nicole Kidman, John Leguizamo, Richard Roxburgh, u.a.
Der junge Schriftsteller Christian kommt Ende des 19. Jahrhunderts aus der französischen Provinz nach Paris, um über die Ideale der Bohemiens zu schreiben:
Wahrheit, Schönheit, Freiheit und vor allem Liebe. Nur hat er die Liebe noch nie kennen gelernt. Das soll sich sehr schnell ändern: Von seinen neuen Freunden, dem Zwerg Toulouse-Lautrec und seiner Schauspieltruppe, in den berühmten Cancan-Club Moulin Rouge geschleppt, verliebt sich Christian auf der Stelle in den Star des Etablissements, die bezaubernde Satine. Doch dem Glück steht neben dem gierigen Duke, der für seine finanzielle Unterstützung nicht nur das Moulin Rouge, sondern auch Satine will, auch die Tuberkulose im Wege, die Satines Leben bedroht. Die bitter-süße Geschichte einer zum Scheitern verurteilten Liebe
endet in einem atemberaubenden Rausch der Sinne.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
Amedeo Modigliani - Rahmenprogramm
Donnerstag, 23. April | 17 Uhr
Weitere Termine: 7. Mai, 16 Uhr, 4. Juni und 18. Juni, jeweils 17 Uhr
Neben den Akten sind die psychologisierenden Porträts ein zentrales Bildthema im Werk Modiglianis, der 1906 nach Paris ging. Er war davon besessen, in seinen Bildnissen den Charakter der Dargestellten zu erfassen. Die Liste seiner Modelle liest sich wie das „Who is Who“ der Pariser Avantgarde seiner Zeit. Er malte Künstler und Dichter wie Diego Rivera, Ossip Zadkine, Max Jakob, progressive Kunsthändler und Galeristen. Auch Frauen, mit denen er Liebesbeziehungen unterhielt, so die
Dichterin Beatrice Hastings und seine letzte Geliebte Jeanne Hébuterne, gehörten dazu. Somit bieten die Porträts die Möglichkeit, ihre stilistische Entwicklung nach-zuvollziehen und einen spannenden Einblick in das private und künstlerische Umfeld des Malers zu gewinnen.
Die Kunsthistorikerin Beate Marks-Hanßen führt durch die Ausstellung.
Gipfeltreffen der Moderne: Das Kunstmuseum Winterthur
Mit dieser Präsentation stellt eine der bedeutendsten modernen Kunstsammlungen der Schweiz in Bonn vor. Dieter Schwarz, Direktor des Kunstmuseums Winterthur und Kurator dieser Ausstellung, und die Projektleiterin Dr. Francke von der Kunst- und Ausstellungshalle stellen die Sammlung und das Ausstellungskonzept vor.
Eine schriftliche Anmeldung ist bis zum 22. April erforderlich.
Sie erreichen uns von Montag–Donnerstag von 9–15 Uhr und freitags von 9–12 Uhr (Telefon: 0228 9171-263, Fax: 0228 9171-244, E-Mail: paedagogik@kah-bonn.de oder per Post). Die Anmeldebestätigung wird Ihnen zugesandt und ist zum jeweiligen Termin mitzubringen.
Amedeo Modigliani - Rahmenprogramm
Samstag, 25. April | 16 Uhr
Weitere Termine: 9. und 23. Mai, 6. Juni, jeweils 16 Uhr
Amedeo Modigliani und Constantin Brâncusi – Eine Künstlerfreundschaft
Angezogen von der inspirierenden Kunstszene, lebte Modigliani seit 1906 in Paris. Dort lernte er den rumänischen Bildhauer Constantin Brâncusi kennen, mit dem ihn eine enge, künstlerisch prägende Freundschaft verband. In der folgenden Zeit widmete sich Modigliani bis 1914 intensiv der Bildhauerei. Beeindruckt durch Arbeiten von Künstlerkollegen und die zeitgleich populäre afrikanische Kunst, schuf er seine charakteristischen überlängten Kopfskulpturen. Die Kunsthistorikerin Annette Krapp wird Modiglianis Skulpturen auch vor dem Hintergrund der bildhauerischen Tendenzen des frühen 20. Jahrhunderts in Paris erläutern. Entsprechende Werke werden Sie sowohl in der Modigliani-Ausstellung als auch in der Winterthur-Ausstellung gemeinsam entdecken.
Kino im Forum als Permanenzprogramm während der Öffnungszeit der Ausstellung
Fantômas II.
Juve gegen Fantômas
Frankreich 1913, 45/59 Min., Stummfilm mit französischen Zwischentitel und englischen Untertiteln, s/w, Regie Louis Feuillade, Mit René Navarre, Edmund Bréon, Georges Melchior
Im zweiten Teil erhält der unermüdliche Inspektor Juve die Nachricht, dass ein gewisser Dr. Chaleck in Wahrheit der gefürchtete und von Juve unerbittlich verfolgte Super-Verbrecher Fantômas ist. Juve beschließt, den Arzt gemeinsam mit seinem guten Freund Fandor, einem Journalisten, zu beschatten. Sie folgen seiner Spur durch ganz Paris, doch Fantômas kann immer wieder entkommen. Der maskierte Fantômas wird von der Polizei verfolgt, als er in Lady Belthams Villa eindringt, um eine Zeitbombe anzubringen. Die Villa stürzt ein. Liegen Juve und Fandor unter den Trümmern?
Der Eintritt ist frei.
Gipfeltreffen der Moderne. Das Kunstmuseum Winterthur - Rahmenprogramm
Mittwoch, 1. Juli, Sonntag, 12. Juli | 11 Uhr
Weitere Termine: 26. April, 10. Mai, 21. Juni,jeweils 11 Uhr
Faszination Moderne. Ein Rundgang durch die Sammlung Winterthur
Das Kunstmuseum Winterthur verfügt über eine
hochkarätige Sammlung an Gemälden, Zeichnungen
und Skulpturen vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis
in die Gegenwart. Aber wie und warum kamen all diese Kunstwerke zusammen? Und was bewegte die
Sammler zu ihrem Ankauf?
Die Kunsthistorikerin Julia Kürten gibt einen Überblick über die Sammlung und deren Entstehung.
Dauer: 90 Minuten
Eintritt: 12 EUR / ermäßigt 8 EUR (im Vorverkauf inkl. aller Gebühren)
Auch für private Gruppen als Einzeltermin zu den üblichen Konditionen buchbar.
Mittwoch, 29. April | 20 Uhr
In der Reihe Kulturen im Dialog Akkordeonale 2009
Internationales Akkordeonfestival
Im Mittelpunkt der Akkordeonale steht der weltweite Eroberungszug, der dem vergleichsweise jungen Instrument (erfunden 1829) gelungen ist. Das Festival lässt hören, welchen Weg sein Klang in verschiedenen Ländern und Erdteilen genommen hat, und zeigt von traditionell bis zeitgenössisch seinen musikalischen Reichtum auf. Sieben hochkarätige Musiker aus sechs Ländern und drei Kontinenten wirken mit:
-Servais Haanen (Niederlande)
Avantgardistische Klangästhetik eines Grenzgängers
- Gabriel Merlino (Argentinien)
Tango Passion aus Buenos Aires
- Médicis Rabesiaka (Madagaskar)
Madagassische Tanzmusik im Rausch der Sinne
- Yannick Monot (Frankreich)
Rockiger Cajun aus den Sümpfen von Lousiana
- Janire Egaña Zelaia(Spanien)
Virtuose Fingerakrobatik aus dem wilden Baskenland
Begleitmusiker
- Johanna Stein (Deutschland), Cello
- Elke Rogge mit der Drehleier
- Samoela Andriamalalaharijaona (Madagaskar)
Percussion, Kabosy, Lohanga-Geige, Valiha, Bambusflöten, Percussion