Podiumsdiskussion & Film der Deutschen Welle im Forum Zwischen Himmel und Erde - Entwicklungszusammenarbeit mit Kambodscha
Moderation: Monika Hoegen
anschl. Get Together im Foyer
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat für den Abend Diskutanten aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft eingeladen, um einen Bogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu spannen.
Eine Kooperation mit der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Für weitere Informationen:
GTZ AgenZ / Nina Sarrazin
Tel.: 069-247065-39
Fax 069-247065-50
E-mail: nina.sarrazin@gtz.de
Einführungsvortrag zur Ausstellung Angkor – Göttliches Erbe Kambodschas im Forum/Lounge Das Königreich der Khmer – von Angkor bis zur Gegenwart
Die Region Angkor im nördlichen Kambodscha beherbergt eine Reihe atemberaubender Tempelanlagen, von denen Angkor Wat die bekannteste und spektakulärste ist. Die Entstehung und der Fall dieser einzigartigen Kultur im Zeitraum vom 9. bis zum 13. Jahrhundert ist beispielhaft für die Geschichte Südostasiens. Im Spannungsfeld von indischen Religionen, eigener Machtentfaltung und Kriegsführung mit benachbarten Reichen entstanden sakrale Bauwerke zu Ehren der Könige und ihrer Götter. Bis heute sind die Anlagen des Khmer-Reiches Symbole der nationalen Identität Kambodschas.
Robert Kötter ist Vergleichender Religionswissenschaftler. Er forscht an der Universität Bochum zum Thema „Religiöser Pluralismus".
Teilnahme in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung.
Montag, 5. Februar | 20.30 Uhr
MONTAGS Jazz im Restaurant Peter Autschbach´s Terminal a Transcontinental In den Kompositionen des Bandleaders und Gitarristen Peter Autschbach vereinen sich Elemente von Jazz und Rock auf unverkennbare Art und Weise: Hier treffen charaktervolle Melodien auf komplexe Rhythmen, packende Virtuosität auf klangvollen Fluss, improvisatorische Highlights auf durchdachte Strukturen.
Der Eintritt ist frei.
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek The Killing Fields (Schreiendes Land) Großbritannien 1984, 139 Minuten, Regie: Roland Joffé
Mit Sam Waterston, Haing S. Ngor, John Malkovich, Julian Sands, Craig T. Nelson
Oscar 1984 für: Bester Nebendarsteller (Haing S. Ngor), Beste Kameraführung (Chris Menges), Bester Schnitt (Jim Clark).
Der amerikanische Reporter Sydney Schanberg berichtet über die amerikanischen Truppen während der kambodschanischen Revolution. Er freundet sich mit dem Kambodschaner Dith Pran an, dessen Familie noch vor der Eroberung von Phnom Penh durch die Roten Khmer aus dem Land ausreisen kann. Als die Hauptstadt fällt, kann Schanberg als Amerikaner ausreisen, während Pran zurückbleiben muss. Für ihn beginnt eine furchtbare Zeit in den Händen der Roten Khmer; es beginnen die „Säuberungsaktionen“, auch Killing Fields genannt, in deren Verlauf Rebellenführer Pol Pot rund ein Drittel der kambodschanischen Bevölkerung ermorden lässt. Dith Pran wird in ein Lager verschleppt, aus dem er letztlich fliehen kann. The Killing Fields als Kriegsfilm zu bezeichnen, trifft den Kern nicht: Es gibt nur wenige „Schlachtszenen“ – die allerdings von eindringlichster Brutalität. Im Vordergrund stehen für Regisseur Roland Joffé die Menschen und deren Schicksale. Dabei bieten die Darsteller durchweg eine ausgezeichnete Leistung, allen voran Haing S. Ngor und John Malkovich in seiner ersten Filmrolle. Bemerkenswert ist die Filmmusik von Mike Oldfield.
Eintritt 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
Kino im Forum Lord Jim Großbritannien 1964, 143 Minuten, DVD-Projektion, Regie: Richard Brooks
Mit Peter O’Toole, Akim Tamiroff, Jack Hawkins, Curd Jürgens, Serge Reggiani, James Mason, Eli Wallach, Daliah Lavi u.a. Nach dem Roman von Joseph Conrad
Nachdem Marineoffizier Jim ein havariertes Schiff mit 800 Passagieren aus Feigheit im Stich ließ und unehrenhaft aus der britischen Marine entlassen wurde, zieht er durch die Häfen im Indischen Ozean. Er bekommt eine zweite Chance: Im Auftrag eines „Generals“ liefert er Waffen an die unterdrückten Bewohner der Insel Patusan. Nach mutigem Kampf wird Jim zum Häuptling ernannt und lebt im Urwald. Doch sein Trauma holt ihn ein, als der Schurke Brown und der Alkoholiker Cornelius im Dorf auftauchen und es ausrauben wollen.
Das bildgewaltige Fernost-Abenteuer bot Peter O' Toole nach seinem Welterfolg als Lawrence von Arabien eine Rolle nach Maß als um seine verlorene Ehre kämpfender und um Moralbegriffe ringender Einzelgänger. Lord Jim, von O’Tooles eigener Filmgesellschaft an Originalschauplätzen größtenteils in Kambodscha produziert, ist ein rundum gelungener Versuch, Conrads bahnbrechenden Roman in atmosphärischer Pracht und mit einem außerordentlichen Darstellerensemble heraufzubeschwören. Regisseur Richard Brooks (Die Brüder Karamasow), der auch das exzellente Drehbuch schrieb, inszeniert kraftvoll und mit prominenter Besetzung. Fotografie und Musik sind atemberaubend.
Abendforum in der Lounge Buddhismus in Kambodscha gestern und heute Geschichte, Charakteristik und Bedeutung für die Gesellschaft
in Kooperation mit der Evangelischen Akademie im Rheinland
Referent: Robert Kötter, Religionswissenschaftler
Moderation: Prof. Dr. Sung-Hee Lee-Linke, Evangelische Akademie im Rheinland
Talkin’ Jazz
Till Brönner trifft Marshall & Alexander Till Brönner ist längst Mitspieler der internationalen Oberliga des Jazz. Dass er, mit eigenen Worten, "einfach den größtmöglichen Spaß auch selber auf der Bühne haben möchte", merkt man ihm an, wenn er bei Talkin’ Jazz sein regelmäßiges und viel beachtetes Heimspiel gibt. Hier wird er wieder sein hochkarätiges Jazz-Ich unter Beweis stellen - und das seiner Gäste, von denen man nicht unbedingt wissen musste, dass sie ein Herz für den Jazz mitbringen.
Der Bariton Marc Marshall und der Tenor Jay Alexander sind bekannt für ihre Live-Auftritte, bei denen sie ganz ohne Mikrofon und Technik auskommen. Bereits seit über zehn Jahren steht das Duo gemeinsam auf der Bühne und singt Klassik, Pop, Balladen, Coversongs und eigene Kompositionen, ein musikalischer Stilmix, der durch die Stimmen der Künstler starke eigene Konturen bekommt. Emotional Pop statt Kuschelrock lautet ihre Devise. Dies wurde mit vielen goldenen Schallplatten und fast 100.000 Konzertbesuchern jährlich belohnt.
Da beide auf eine solide Gesangsausbildung zurück blicken können, gönnen sie sich hin und wieder einen Ausflug in die Welt der ernsten Musik. Neben ihrer Karriere als Pop-Gesangsduo findet man sie auch auf Opern- und Musicalbühnen. Marc Marshall, der im Alter von sieben Jahren erstmals zusammen mit seinem Vater, Schlagersänger Tony Marshall, auf der Bühne stand, hatte auch mehrere Auftritte als Solist, unter anderem mit Aretha Franklin und Andrea Bocelli. Jay Alexander gewann im Alter von 21 Jahren bei einem Gesangswettbewerb an der Oper Leipzig ein Stipendium an der Hochschule für Musik in Karlsruhe, gab seinen Beruf als Offsetdrucker auf und widmete sich ganz der Musik.
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek Lara Croft: Tomb Raider USA 2001, 100 Minuten, Regie: Simon West
Mit Angelina Jolie, Jon Voight, Iain Glenn, Noah Taylor, Daniel Craig, Leslie Phillips
Die englische Archäologin Lara Croft findet in ihrer Villa eine mysteriöse Uhr, die einst ihr verstorbener Vater (Jolies leiblicher Vater Jon Voight) versteckte. Um ihr Geheimnis zu lüften, wendet sich die eigenwillige Aristokratin an den Anwalt und Altertumsspezialisten Powell, doch schnell bemerkt die Millionärin, dass sie einen fatalen Fehler gemacht hat. Denn der aalglatte Powell arbeitet im Auftrag eines Geheimbunds, den Illuminaten. Sie benötigen die Uhr in Form eines „allsehenden Auges“, um an zwei Hälften einer dreieckigen Tafel zu gelangen. Alle 5000 Jahre tritt die richtige Planetenkonstellation zusammen, um die Stücke zusammenzufügen. Passiert dies zum richtigen Zeitpunkt, verleiht das Relikt dem Benutzer die Kontrolle über die Zeit. Nachdem Lady Croft die Uhr an Powell verloren hat, beginnt sie eine exotische Hetzjagd über mehrere Kontinente, um den finsteren Plan der Illuminaten zu zerstören und die Dreiecke zu vernichten ...
Natürlich ist die Action des 80-Millionen-Dollar-Werks rasant, auf dem neuesten Stand und die Sets (wie die Tempelruinen von Angkor Wat in Kambodscha) sind phantastisch. Das Königreich Kambodscha war für Filmemacher nicht mehr zugänglich, seit dort Anfang der Sechziger Lord Jim mit Peter O'Toole (siehe Film am 7. Februar) gedreht wurde.
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek Holy Lola Frankreich 2004, 128 Minuten, Regie: Bertrand Tavernier
Mit Jacques Gamblin, Isabelle Carré, Bruno Putzulu u.a.
Holy Lola ist die Geschichte eines jungen Paares, Pierre und Geraldine, deren sehnlicher Wunsch nach einem Kind sie auf eine Reise bis an das andere Ende der Welt führt: Kambodscha, ein Land, das von der Geschichte gezeichnet ist. Für sie beginnt ein Abenteuer, das ihre Liebe auf eine harte Probe stellt. Eine kafkaeske Welt der Bürokratie, der ewigen Gänge zu Ämtern, Behörden, der französischen Botschaft und den Waisenhäusern prägt ihren Alltag. Als sie die Hoffnung, ein Kind adoptieren zu können, aufgegeben haben, tritt plötzlich die kleine Lola in ihr Leben.
Altmeister Bertrand Tavernier findet einen Weg, das Entdecken einer fremden poetischen Welt darzustellen, inklusive der entsprechenden leuchtenden Farben, und zugleich das Elend der Lebensverhältnisse zu dokumentieren, ohne daraus ein soziales Schaustück zu machen. Sein Portrait der kambodschanischen Realität ist klar und empathisch zugleich – gerade diese Konsequenz und Parteilosigkeit seines Blicks ist die Stärke von Holy Lola.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
ANGKOR - Rahmenprogramm
Mittwoch, 21. Februar | 19.30 Uhr
und Samstag, 24. Februar | 11 Uhr
Religiöse Vielfalt in Angkor In Angkor finden sich Darstellungen aus verschiedenen Religionen Indiens. Beispielsweise erfolgte die Verehrung Vishnus oft parallel zu den Shiva-Kulten und dem Buddhismus. Wie diese nebeneinander existieren konnten, aber auch im Widerstreit standen, ist auch im Blick auf die gegenwärtigen religiösen Konflikte aufschlussreich. Anhand von ausgewählten Objekten werden religiöser Pluralismus in Angkor Wat, aber auch Unterschiede zu unseren westlichen Religionsbildern aufgezeigt.
Robert Kötter ist vergleichender Religionswissenschaftler. Er forscht an der Universität Bochum zum Thema Religiöser Pluralismus.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, schriftliche Anmeldung erforderlich: Fax 0228 91 71 244, paedagogik@kah-bonn.deoder auf dem Postweg.
Teilnahme in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung.
Montag, 26. Februar | 20.30 Uhrr
MONTAGS Jazz im Restaurant Diners Club Band Der Eintritt ist frei.
Doppelvortrag in der Lounge
Das alte Kambodscha im Spiegel seiner Inschriften Khmer und Sanskrit: Schrift, Sprache, Text
Der erste Teil des Doppelvortrages stellt die Sprachgeschichte des Khmer von den frühesten Schriftdenkmälern im 6. Jahrhundert bis zu den Inschriften des buddhistischen Mittel-Khmer von Angkor Wat im 16.–18. Jahrhundert und deren Forschungsgeschichte dar. Es folgt ein Abriss zur Grammatik des Alt-Khmer. Abschließend wird zur Dokumentation des Inschriften-Corpus, dem derzeitigen Stand der Forschung und künftigen Perspektiven zur Erforschung der Khmer-Inschriften Stellung bezogen. Der Vortrag wird durch Bild- und Kartenmaterial illustriert.
(Christian Bauer)
Die frühesten Sanskrit-Inschriften aus Kambodscha stammen aus dem 6. Jahrhundert. Die anfänglich noch relativ kurzen Texte finden ihren Höhepunkt im 10. Jahrhundert mit den beiden längsten Inschriften in dieser Sprache überhaupt. Anlass für eine solche Inschrift war die Weihe eines Tempels und/oder die Errichtung von Götterstatuen, während man die ganzen Details (Schenkungen von Land, Personal, usw.) fast ausschließlich den Khmer-Partien überlässt. Damit wird Gelegenheit für einen Segensspruch des Stifters (häufig der König) und seine Beziehung zur hinduistischen (oder in hinduistischem Gewand erscheinenden) Götterwelt bzw. zum Buddhismus geboten, was reichlich Stoff für Anspielungen auf Mythologie, religiöse Vorstellungen und sonstige Kenntnisse indischer Wissenschaften bietet. (Karl-Heinz Golzio)
Prof. Dr. Christian Bauer, Professor für Südostasiatische Philologien an der Humboldt-Universität zu Berlin
Dr. Karl-Heinz Golzio, Lehrbeauftragter am Indologischen Seminar der Universität Bonn, Autor des Standardwerkes zur Geschichte Kambodschas