„Stand der Forschung“
Prof. Dr. Zahi Hawass
Secretary General of the Supreme Council of Antiquities, Cairo
Vortrag in englischer Sprache
14.30 Uhr
„Das Ägyptische Museum
in Kairo“
Dr. Wafaa El Saddik
General Director of the Egyptian Museum, Cairo
16.30 Uhr
„Tutanchamun – Ein ganz
normaler ´Grabschatz´ aus der 18. Dynastie? Zur Grabausstattung
königlicher und nichtköniglicher Personen im Tal der
Könige“
Dr. André Wiese
Kurator der Ägyptischen Abteilung des Antikenmuseum Basel
und Sammlung Ludwig
Eintritt pro Vortrag:
8,- € / ermäßigt 4,- € (Tageskasse, ohne
Ausstellungsbesuch, kein Vorverkauf)
Bei Vorlage oder Erwerb einer Eintrittskarte zur Ausstellung:
4,- € / ermäßigt 2,- € (Tageskasse, kein
Vorverkauf)
Freitag,
5. November
14.30 Uhr
„Die Gräber der Pharaonen
– Einblicke in die Entwicklungsgeschichte“ Gabriele Pieke M.A.
Kuratorin des Ägyptischen Museums, Bonn
Eintritt pro Vortrag:
8,- € / ermäßigt 4,- € (Tageskasse, ohne
Ausstellungsbesuch, kein Vorverkauf)
Bei Vorlage oder Erwerb einer Eintrittskarte zur Ausstellung:
4,- € / ermäßigt 2,- € (Tageskasse, kein
Vorverkauf)
19 Uhr
Szenische Lesung mit Videoprojektion
im Forum Osiris
Mit den Toten reden
Szenen aus dem ägyptischen Totenbuch
„Osiris“ ist eine Textcollage aus altägyptischen
Totenliturgien, teils aus dem Totenbuch (einer altägyptischen
Sammlung von Sprüchen, die sich auf das Leben nach dem Tod
und die Überwindung jenseitiger Gefahren beziehen), teils
aus anderen Quellen. Gelesen werden Originaltexte in wörtlicher
Übersetzung, die in eine fiktive szenische Handlung eingebettet
sind und die Grundgedanken der ägyptischen Totenriten in
ihrer ursprünglichen Ordnung und Abfolge wiedergeben, von
der Mumifizierung des Leichnams über die „Rechtfertigung“
im Totengericht bis zur Sarglegung.
Rezitation: Anne Isabelle Zils, Sandra Borgmann, Walid El-Sheikh
und Georg Verhülsdonk
Regie: Brian Michaels
Eintritt: 12,- / ermäßigt 6,- € (Abendkasse)
Nora Amin: ARAB
Eine Multi-Media-Poesie-Performance im Forum
„Man kann in seiner eigenen Gedankenwelt
leben, sich im Haus einschließen und sich sicher vor der Welt fühlen,“
sagt Nora Amin, aber „man kann auch beginnen, die Welt außerhalb
der eigenen Gedanken zu erkunden.“ Seit die 34-jährige Autorin
vor mehr als zehn Jahren beschloss, Kunst als Dokumentation der Erkundung
der Welt und des eigenen Lebens zu verstehen, hat sie sich zur vielleicht
wichtigsten Künstlerin Ägyptens entwickelt. „Eine Menge Mut“
brauche es, sich und sein Leben in Büchern und auf der Bühne zu
exponieren, sagt Amin. Das ist durchaus in einem doppelten Sinn zu verstehen.
Da sind zum einen ihre Themen. In ihrem ersten Roman „Ein rosafarbenes
Hemd“ schildert sie die Versuche einer alleinerziehenden Mutter, die
Trennung von ihrem Partner zu verarbeiten, indem sie eine Geschichte über
ihren neuen Freund schreibt – eine Situation, die in der arabischen
Gesellschaft noch immer als Tabu gilt. Zum andern gilt das für ihre Arbeitsweise.
Denn auf eine Kunstform möchte sich Amin nicht beschränken. Sie
schreibt Romane, Kurzgeschichten, Gedichte, Theaterstücke und Drehbücher,
sie tanzt und choreographiert, und sie organisiert das wichtigste unabhängige
Theaterfestival in Ägypten. In den kommenden Monaten kann man in Deutschland
ihren Mut bewundern. Sie wurde für das Wintersemester als Samuel-Fischer-Gastprofessorin
an die Berliner Freie Universität berufen. Im Rahmen dieser Professur
wird sie nicht nur im Hörsaal, sondern auch im Theater zu sehen sein:
mit einer neuen Choreographie an der Berliner Schaubühne.
Eine Kooperation mit: Deutscher Akademischer Austauschdienst, Veranstaltungsforum
der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, S. Fischer Verlag, Seminar für
Allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität
Berlin.
In englischer Sprache (ohne Übersetzung).
Eintritt: 6,50 EUR / ermäßigt 3,50 EUR (Abendkasse)
22. Januar, 26. Februar
5., 19. und 26. März
2. und 23. April | jeweils samstags (Dauer ca. 90. Min)
16 Uhr
Einführungsvortrag zur Ausstellung
Hatschepsut – Echnaton – Tutanchamun
Aufstieg und Fall in der 18. Dynastie Michael Höveler-Müller M.A., Bonn
Um 1550 v. Chr. begann unter dem jungen König Ahmose eine neue,
vielversprechende Epoche. Als Begründer der 18. Dynastie befreite
er das Land von einer langandauernden Fremdherrschaft. So unterschiedliche
charismatische Herrscherpersönlichkeiten, wie in dieser Zeit belegbar,
treten weder zuvor noch danach wieder auf. Sie machten Ägypten
innerhalb weniger Generationen zu einer gefürchteten Weltmacht,
deren Schatzkammern sich durch Tributzahlungen füllten. Nach großen
territorialen Verlusten und schweren innenpolitischen Wirren zerbrach
diese Dynastie 200 Jahre später.
Michael Höveler–Müller ist Dozent für Ägyptologie
an der Universität Bonn. Er nahm an zahlreichen Ausgrabungen teil
(u.a. für das Deutsche Archäologische Institut Kairo). Im
Juni 2005 erschient sein Buch Am Anfang war Ägypten.
Teilnehmerzahl begrenzt, keine Reservierung möglich.
Eintritt: 5 € / ermäßigt 3,50 € (ohne Besuch der
Ausstellung)
Wer war der Mörder?!
Eine Vielzahl verschiedenster Persönlichkeiten versammelt sich für
eine Schiffsreise auf dem Nil. In Mittelpunkt aller Aktivitäten steht
die reiche Erbin Linnet Ridgeway und ihr attraktiver Ehemann Simon Doyle,
welche zusammen ihre Flitterwochen verbringen möchten. Doch Linnets ehemaligen
Freundin, der sie den Freund ausgespannt hatte, setzt alles daran, die Atmosphäre
zu stören.
Als die Situation eskaliert, geschieht es plötzlich... Während sich
alles auf den angeschossenen Ehemann konzentriert, wird dessen Gattin in ihrer
Kabine ermordet. Schnell wird klar, dass letztlich alle Anwesenden etwas mit
der Ermordeten zu tun hatten.
Hercule Poirot, ebenfalls auf dem Schiff anwesend, beginnt mit seinen Ermittlungen.
Denn die Zeit drängt, zwei Zeugen mussten bereits ihr Leben lassen...
›Tod auf dem Nil‹ gehört zu den interessantesten Krimis von
Agatha Christie, und glänzt durch die Vielzahl der aufgezeigten Mord-Theorien.
Für jede in den Mord verwickelte Person, wird der Tatverlauf rekonstruiert
und mögliche Motive aufgezeigt - doch wer war der wirkliche Mörder?...
...........................
Tutanchamuns Goldthron zählt zu den bekanntesten
Objekten, ist aber nur einer von vier Thronen, die Howard Carter im Grab des
Königs zusammen mit vier weiteren Stühlen, elf Hockern und zwölf
Fußbänken geborgen hat. Es handelt sich dabei um die einzige Fundgruppe
von Sitzmöbeln, die nahezu unbeschädigt aus dem Altertum erhalten
ist. Der Vortrag präsentiert die neuesten Forschungsergebnisse zu den
Möbeln aus einer Zeit, in der die Handwerker mit Einfallsreichtum und
künstlerischem Können arbeiteten, die in anderen Epochen ihresgleichen
suchen.
Marianne Eaton-Krauss ist Spezialistin für die Geschichte, Kunst und
Archäologie der Amarna- und Nachamarnazeit. Sie publiziert regelmäßig
zu Echnaton, Nofretete und Tutanchamun.
Rahmenprogramm
zur Ausstellung
TUTANCHAMUN Wo bitte geht es zum Horizont? Das altägyptische Zweiwegebuch – Jenseitsvorstellungen des
Mittleren Reichs
Dr. Burkard Backes, Bonn
Zur ägyptischen Bestattung gehörten stets auch Texte, die dem
Verstorbenen zur Orientierung im Jenseits dienen sollten. Eine Sammlung
solcher Texte ist das „Zweiwegebuch“ aus der Zeit um 2000 v.Chr.,
in der erstmals Darstellungen mit Beischriften die Sprüche ergänzen.
Diese Komposition verarbeitet bereits viele Jenseitsvorstellungen, die lange
Zeit als typisch für das Neue Reich und die aus dem Tal der Könige
bekannten Unterweltbücher galten. Der Vortrag wird die wesentlichen
Gemeinsamkeiten im Jenseitsglauben der Epoche des Tutanchamun und des Mittleren
Reichs 500 Jahre zuvor verdeutlichen.
Burkard Backes ist wissenschaftlicher Angestellter im Forschungsprojekt
Edition des altägyptischen Totenbuchs der Universität Bonn mit
Schwerpunkt Übersetzung und lexikographische Bearbeitung.
Rahmenprogramm
zur Ausstellung
TUTANCHAMUN Theologiezentrum und Regierungssitz Denkmal Memphitischer Theologie Amro El Hawary, Bonn
Memphis, die legendäre Metropole, war nicht nur das bedeutendste religiöse
Zentrum Ägyptens, sondern auch die traditionelle Hochburg des Königtums.
Der Vortrag stellt die ägyptische Schöpfungslehre im Spannungsfeld
zwischen göttlicher Aussprache und königlicher Macht des Wortes
dar.
Amro El Hawary ist Ägyptologe und Spezialist für memphistische
Theologie.
Memphis - Hauptstadt des Tutanchamun? Tarek Tawfik, Bonn
Wo war Tutanchamuns Regierungssitz? Es gibt mehrere Indizien, die auf Memphis
anstatt auf die traditionelle Hauptstadt Theben hindeuten. Die Gräber
von Tutanchamuns Schatzmeister Maya und seinem höchsten General Horemhab
in der Nekropole von Memphis unterstützen diese für die wissenschaftliche
Diskussion wichtige These.
Tarek Tawfik ist assistierender Dozent an der Archäologischen Fakultät
Universität Kairo.
Teilnahmegebühr: 5 € / ermäßigt 3,50 € (ohne Ausstellungsbesuch)
Ägypten – Archäologie im Land der Pharaonen Neue wissenschaftliche Forschungen erhellen eine mehr als 5000-jährige
Geschichte.
Internationales Symposium im Forum
In Kooperation mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft
Das Ziel dieses internationalen Symposiums ist es, neue archäologische
Forschungsergebnisse in Ägypten vorzustellen. Die Auswahl der Themenfelder
richtet sich zum einen nach den gegenwärtigen Forschungsschwerpunkten
in der Ägyptologie, zum anderen aber auch nach chronologischen Gesichtspunkten,
um so das Bild einer über 5000-jährigen Geschichte präsent
werden zu lassen.
Themen des Symposiums:
Das Land und der Nil – Ägypten vor den Pharaonen
Pyramidenzeit – Bauen für die Ewigkeit
Tutanchamun und seine Zeit
Leben im Tod – Tod im Leben
Fremde Herren in Ägypten – Ägypten in der Fremde
Ägypten nach den Pharaonen
Vortrag Inhaltsschwerer „Kleinkram“ – Totenfiguren,
Truhen und Kästen aus dem Grabschatz des Tutanchamun Christian E. Loeben, Hannover
Obwohl zahlreiche Totenfiguren – auch Schabtis oder Uschebtis
genannt – im Grab des Tutanchamun gefunden wurden, ist diese faszinierende
Gruppe bedeutsamer Grabbeigaben für die Jenseitsexistenz des Pharaos
bisher nicht adäquat gewürdigt worden. Die Truhen und Kästen
aus dem Grabschatz sind hervorragende Beispiele der altägyptischen
Möbelkunst, die durch zeitloses, schlichtes Design auch heute noch
zu begeistern vermögen. Ob sie wirklich durch Diebe ihres Inhaltes
beraubt wurden – wie der Entdecker des Grabes, Howard Carter,
immer wieder behauptete?
Christian Loeben ist Leiter der Ägyptischen Sammlung im Kestner-Museum
Hannover und als Ägyptologe für die ägyptischen Objekte
des Kubanischen Nationalmuseums in Havanna verantwortlich.
In Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde und Förderer der Bonner
Sammlung Aegyptica e.V.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, keine Reservierung möglich.
Erneuerung und Tradition:
Zur besonderen Rolle der Kunst in der Zeit des Tutanchamun Prof. Dr. Regine Schulz, Baltimore
In der Kunstentwicklung der 18. Dynastie spielt die Zeit des Tutanchamun
eine ganz besondere Rolle. Nach dem Zusammenbruch des Königshauses
von Amarna, und der Rückkehr des Hofes nach Memphis und Theben, waren
die Künstler vor die Aufgabe gestellt einen neuen Stil- und Formenkanon
zu entwickeln. Zurückgegriffen wurde auf die qualitätsvolle Ausgewogenheit
der Voramarnazeit. Das Programm für die Künstler und Handwerker
war gewaltig, denn Tempel und Statuen, die in der Amarnazeit zerstört
wurden, mussten ersetzt werden und restauriert werden, und neue Bauten für
Tutanchamuns Hof geschaffen werden.
Regine Schulz ist stellvertretende Direktorin und Kuratorin für Antike
Kunst im Walters Art Museum Baltimore (USA). Neben ihrer Museumstätigkeit
ist sie Professorin für Ägyptologie an der Universität München.
Teilnehmerzahl begrenzt, keine Reservierung möglich.
Eintritt: 5 € / ermäßigt 3,50 € (ohne Besuch der Ausstellung)
In Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde und Förderer der Bonner
Sammlung Aegyptica e.V.