Musikperformance im Forum in Kooperation mit der Bonner Gesellschaft für China-Studien e.V. FM3 – Buddha Machine
Die Buddha Machine ist ein sympathisches Zwitterwesen aus Speichermedium, Instrument und Musikspielzeug, dessen Anmutung in einem kleinen, bunten Gehäuse an ein Mini-Radio erinnert. Entwickelt wurde sie von dem in Peking beheimateten Experimentalmusik-Duo und „Chinas heißester Rock Band“ FM3, bestehend aus dem ursprünglich aus den USA stammenden Christiaan Virant und Zhang Jian. Seit langem arbeiten FM3 mit Elementen der Einfachheit, Stille und Wiederholung, um ihre Zuhörer in einen Zustand der akustischen und mentalen Ruhe zu locken. Zum Bau der Buddha Machine inspiriert wurden die beiden Musiker durch eine Gebetsmaschine. Im Rahmen einer ganz besonderen Performance, dem „Buddha Boxing“, lösen FM3 die klassische Trennung zwischen Musikproduktion und Musikrezeption als intime Begegnung auf. Nach einer kurzen Einführung wird das Publikum im Anschluss die Gelegenheit haben, selbst „Buddha Boxing“ zu spielen.
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Tokyo Drifter Japan, 1966, 83 Min., OmU, FSK: ab 12
Regie: Seijun Suzuki, mit Tetsuya Watari, Chieko Matsubara, Hideaki Nitani, Ryuji Kita, Hideaki Esumi
„Auf der Reise, die kein Ende kennt, vergess´ ich Tokio, irgendwann“ singt Tetsu, ein Yakuza, dessen Syndikat nicht mehr existiert. Er zieht sich mit seinem Boss Kurata aus Tokio zurück, doch die Stadt holt sie ein. Denn der feindliche Yakuzaboss Otsuka will Tetsu tot sehen und setzt seinen besten Killer „Viper“ auf ihn an. Ohne Rückhalt im eigenen Syndikat beginnt für den Drifter eine tödliche Wanderung ...
„Tokyo Drifter“ ist bekannt als der Film, für den das Produktionsstudio Nikkatsu seinen Regisseur Seijun Suzuki entließ. Gleichzeitig ist „Tokyo Drifter“ neben „Branded To Kill“ der Film, auf dem der Ruf des Regisseurs als begnadeter „Stilist des Kinos“ beruht. Seine gewagten Farbkompositionen und Einstellungen, die man nicht vergisst, machen „Tokyo Drifter“ zu einem Juwel in der Massenproduktion des japanischen Yakuzafilms der 60er.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
Tempelschätze des heiligen Berges. Daigo-ji – Der Geheime Buddhismus in Japan - Rahmenprogramm
Vortrag im Forum Buddhismus als gelebte Religion: Das Beispiel Daigo-ji
Wer den Tempel Daigo-ji besucht und sich mehr Zeit nimmt, als nur flüchtig den berühmten Garten des Abtquartiers oder die fünfstöckige Pagode zu bewundern, trifft vielleicht eine der vielen Pilgergruppen, die seine verschiedenen Heiligtümer aufsuchen. Wohin pilgern sie, und warum? Beten Buddhisten, und wenn ja, zu wem, wozu und mit welcher Begründung? Und was für Riten vollziehen die Mönche? – Der Vortrag setzt die in der Ausstellung gezeigten Kunstwerke in Beziehung zu Daigo-ji als Ort der gelebten Religion.
Prof. Dr. Christian Steineck ist Japanologe am Ostasiatischen Seminar der Universität Zürich.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich. Anmeldeschluss: 20. Juni
(Fax: 0228 9171-244, E-Mail: paedagogik@kah-bonn.de oder per Post) Die Anmeldebestätigung wird Ihnen zugesandt und ist zum jeweiligen Termin mitzubringen.
Treffpunkt: Kasse/Info
12.30 Uhr
Feuerritual Saito-goma der Mönche vom Daigo-ji Tempel auf der Südwiese
Das Feuerritual, eine religiöse Zeremonie des Shugendô (Bergasketentum), ist der wichtigste und für Laien eindrucksvollste Ritus im Shingon-Buddhismus. Als Hauptkultfigur wird Fudô-myôô (König des Wissens) verehrt. Das Ritual wird für den Weltfrieden und zum Wohle des Staates durchgeführt. Auf dem Altar im Tempel werden symbolisch Stäbchen aus speziellem Holz verbrannt. Gleichzeitig wird vor dem Tempel im Freien im Rahmen einer großen Prozession ebenfalls symbolisch ein Haufen aus Zedernzweigen verbrannt. Während des Verbrennens werden Gebete gesungen und ein magischer Tanz aufgeführt. Wenn das Feuer erloschen ist, gehen zuerst die Mönche und dann mit ihrer Hilfe die Laien barfuß über die glühenden Kohlen.
Der Eintritt ist frei.
15 Uhr (öffentliche Probe am Samstag, 28. Juni | 15 Uhr im Forum)
Shomyozeremonie der Mönche vom Daigo-ji-Tempel
Shomyo ist ein buddhistischer Ritualgesang in Japan, der von den Ausübenden selbst weniger als Musik, vielmehr als eine rituelle Praxis gesehen wird. Der Gesang wird von den Mönchen als meditatives Werkzeug und als Erinnerungshilfe betrachtet, deren Hauptzweck jedoch in einer Verdienstübertragung liegt. Diese Verdienstübertragung gilt auch als erlangbar, wenn man dem Gesang nur zuhört – sie soll „Genze Riyaku“, diesweltliche Wohltaten, erwirken.
Die ästhetischen Kriterien des Shomyogesangs lassen sich wie folgt beschreiben:
- WA (Harmonie)
- KEI (Respekt)
- SEI (Reinheit)
- JAKU (Stille und Schlichtheit)
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Chihiros Reise ins Zauberland Animationsfilm von Hayao Miyazaki, Japan 2001, 122 Minuten, DF, Prädikat: besonders wertvoll, FSK: ohne Altersbeschränkung
In einem augenscheinlich verlassenen Freizeitpark gerät die kleine Chihiro, mit ihrer Familie auf dem Weg in ein neues Zuhause, in eine fremde, verzauberte Welt, beherrscht von rätselhaften Göttern und Geistern.
Hayao Miyazaki, seit den 60ern der „Walt Disney Asiens“ und Schöpfer von mystischen Fantasy-Ereignissen wie „Prinzessin Mononoke“, spielte mit diesem Märchenfilm nicht nur 230 Mio. Dollar in seiner Heimat ein, sondern gewann auch den Goldenen Bären auf der Berlinale 2002 und riss Publikum und Presse zu Begeisterungsstürmen hin. Neben vielen weiteren Preisen und Auszeichnungen weltweit wurde „dieses Feuerwerk der Fantasie“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) im März 2003 in den USA als „Bester Animationsfilm“ mit dem Oscar ausgezeichnet. Ein Meisterwerk!
Ausgehend von Stellschirm- und Schiebetürmalereien des 18. bis 20. Jahrhunderts aus dem Daigo-ji, die in der Ausstellung gezeigt werden vermittelt der Vortrag einen Überblick über die Geschichte der Stellschirmmalerei in Japan. Dabei stehen Fragen zur Spezifik dieses monumentalen Formats, seiner Ikonografie und Komposition, zum Verhältnis zwischen Text und Bild, sowie zur Beziehung zwischen Malerei, Raum und Betrachter im Vordergrund.
Prof. Dr. Melanie Trede lehrt am Institut für Kunstgeschichte Ostasiens der Universität Heidelberg und am Wissenschaftskolleg zu Berlin.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich.
Anmeldeschluss: 25. Juni
Sie erreichen uns von Montag – Donnerstag von 9 – 15 Uhr und freitags von 9 – 12 Uhr (Telefon: 0228 9171-263, Fax 0228 9171-244, E-Mail: paedagogik@kah-bonn.de oder per Post). Die Anmeldebestätigung wird Ihnen zugesandt und ist zum jeweiligen Termin mitzubringen.
Vortrag im Forum Holzkultur und Tempelbaukunst in Japan
Japan ist weltweit Inbegriff für traditionelles Bauen mit Holz. Auf der Grundlage einer langen handwerklichen Tradition entstanden Produkte von unerreichter technischer Raffinesse, materialgerechter Verarbeitung und minimalistischer Gestaltung. Heute gibt es dort noch gut hundert holzverarbeitende Berufe, viele davon werden nur noch von einer Handvoll alter Handwerker ausgeübt. Ausgelöst durch den drohenden Verlust hat Christoph Henrichsen eine landesweite Dokumentation der Holzberufe in Japan vorgenommen.
In seinem Vortrag gibt Dr. Christoph Henrichsen, Schreinermeister, Japanologe und Kunsthistoriker, einen Einblick in Japans Tempelbaukunst – ein Kapitel, das so in der Ausstellung nicht erlebbar ist.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich.
Anmeldeschluss: 29. Juli
Sie erreichen uns von Montag – Donnerstag von 9 – 15 Uhr und freitags von 9 – 12 Uhr (Telefon: 0228 9171-263, Fax: 0228 9171-244, E-Mail: paedagogik@kah-bonn.de oder per Post). Die Anmeldebestätigung wird Ihnen zugesandt und ist zum jeweiligen Termin mitzubringen.
Englischsprachiger Vortrag im Forum The Visual structure of a Japanese Zen Garden
Japanische Trockenlandschaftsgärten (karesansui) sind bekannt für ihre ausgeklügelte Gestaltung und ihr schlichtes Arrangement. Gert van Tonder hat ein rechenbetontes Wahrnehmungsmodell entwickelt, um einige der Geheimnisse hinter den sichtbaren Strukturen eines solchen Gartens zu entdecken. Am Beispiel des Trockenlandschaftsgartens des Ryoan-ji-Tempels in Kyoto will er sein Wahrnehmungsmodell präsentieren. Dieser Garten lockt jährlich hunderttausende Besucher mit seinen abstrakten, sparsamen und scheinbar zufälligen Anordnungen von Felsen, Moos und leeren rechteckigen Kiesflächen an. Van Tonder zeigt wie sich die Gartenräume und Kompositionen auf den Tempel selbst beziehen und von Anfang an Ziel der Planung waren.
Dr. Gert van Tonder ist Kognitionswissenschaftler an der Faculty of Engineering and Design am Kyoto Institute of Technology.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich.
Anmeldeschluss: 12. August
Sie erreichen uns von Montag – Donnerstag von 9 – 15 Uhr und freitags von 9 – 12 Uhr (Telefon: 0228 9171-263, Fax 0228 9171-244, E-Mail: paedagogik@kah-bonn.de oder per Post). Die Anmeldebestätigung wird Ihnen zugesandt und ist zum jeweiligen Termin mitzubringen.
Offene Akademietagung in Zusammenarbeit mit der Thomas-Morus-Akademie, Bergisch-Gladbach Mystik und Bildlichkeit Der Umgang mit dem Bild in den Religionen
Die Ausstellung führt den Besucher in die dem Europäer zunächst fremde, manchmal auch befremdliche Bilderwelt dieser mystisch inspirierten Form des Buddhismus ein. Mystisches Denken steht allgemein in einem problematischen, aber auch produktiven Verhältnis zum Bild. Einerseits sucht die Mystik das Wahre und Heilige jenseits der Worte und Bilder, andererseits findet sie es gerade auch in Worten und Bildern – manchmal in den Bildern noch mehr als in den Worten. Neben die Bildkritik tritt somit die aktive Nutzung der Bildlichkeit als Zugang zur Realisierung der mystischen Wahrheit. Die Tagung untersucht beide Aspekte in mystischen Strömungen des Christentums, des Buddhismus und des Islam.
Vortragende: Priv.-Doz. Dr. Reiner Manstetten, Dr. Fateme Rahmati, Prof. Dr. Gregor Paul, Prof. Dr. Christian Steineck. Informationen und Programm
Informationen und Anmeldung:
Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Overather Straße 51-53
51429 Bergisch Gladbach
Telefon 0 22 04 - 40 84 72, Telefax 0 22 04 - 40 84 20, akademie@tma-bensberg.de, www.tma-bensberg.de
Eintritt: 55 EUR (Tagungsbeitrag, 2-Gang-Mittagessen, Kaffee-/Teepause, Eintritt und Führung durch die Ausstellung)
Einführungsvortrag im Forum, exklusiv für
ArtCard-Inhaber
Erstmals sind die großartigen Tempelschätze eines der ältesten Klöster Japans in Deutschland zu sehen: Daigo-ji. Die Ausstellung zeigt 240 herausragende Werke, darunter großformatige Skulpturen, wertvolle Gemälde und Bildrollen, kostbare Lackarbeiten, kunstvolle Kalligraphien, Sutren – die heiligen Schriften des Buddhismus – von unschätzbarem Wert. Sie sind nicht nur als Kunstobjekte zu bewundern, sondern sollen auch als Gebrauchsgegenstände einer bis heute praktizierten Religion erfahrbar werden.
Tomoe Steineck, Japanologin und Kuratorin der Ausstellung, führt in ihrem Vortrag in die einzelnen Ausstellungskapitel ein.
Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich.Die Teilnehmerzahl ist auf 350 Personen begrenzt. Anmeldeschluss: 15. April
(Fax: 0228 9171-244, E-Mail:paedagogik@kah-bonn.de oder per Post)
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Warum Bodhi Dharma in den Orient aufbrach? Südkorea, 1989, 137 Minuten, OmU, FSK: ohne Altersbeschränkung
Regie, Drehbuch, Kamera, Ausstattung, Schnitt, Ton: Bae Yong-Kyun mit Yi Pan-Yong, Sin Won-Sop, Huang Hae-Jin
Hyegok, der alte Zen-Meister, leitet mit liebevoller Strenge seine beiden Schüler auf den verschlungenen Pfaden der buddhistischen Lehre. Sie leben in einem kleinen, abgeschiedenen Kloster in den koreanischen Bergen. Doch als der Meister krank wird und im Sterben liegt, ändert sich die Situation...
Der Film wurde 1989 beim Filmfestival von Locarno mit dem „Goldenen Leoparden“ ausgezeichnet und anschließend zu einem Überraschungserfolg in den europäischen Kinos.
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Frühling, Sommer, Herbst, Winter ... und Frühling Korea/Deutschland 2003, 103 Min., OmU, FSK: ab 12
Buch, Regie, Schnitt: Kim Ki-Duk, mit Oh Young-Su, Kim Ki-Duk, Kim Young-Min
Niemand ist immun gegen die Mächte der wechselnden Jahreszeiten und Zyklus von Geburt, Wachstum und Verfall. Auch nicht der alte Mönch und sein Schüler, die sich eine Einsiedelei inmitten eines Sees teilen. Im Sommer seines Lebens erliegt der junge Novize der Schönheit eines Mädchens und verlässt seinen Meister, um der Leidenschaft zu folgen. Als erwachsener Mann kehrt er schließlich zurück: enttäuscht, verbittert und von Eifersucht und Hass getrieben. Der Winter seines Lebens wird zur Zeit der Erlösung und Reinigung. Mit den ersten Frühlingsknospen erfährt der erwachsen gewordene Schüler Läuterung – und tritt selbst in die Fußstapfen seines alten Meisters.
Kim Ki-Duk, von der Kritik hoch gelobter Regisseur von Filmen wie „The Isle“ und „Bad Guy“, stellt sein außerordentliches Talent unter Beweis, emotional komplexe Geschichten mit Bildern in einer Schönheit, die nicht von dieser Welt scheint, zu erzählen.
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Sakuran – Wilde Kirschblüte Japan 2006, 111 Min., OmU, FSK: ab 12
Regie: Mika Ninagawa, mit Anna Tsuchiya, Masanobu Ando, Kippei Shiina
Wild und widerspenstig: Kiyoha will einfach keine gehorsame Kurtisane sein. Mit acht Jahren wird sie an ein angesehenes Bordell im Vergnügungsviertel Yoshiwara verkauft. In diesem berauschenden Kosmos, der für die Frauen zugleich ein Ort verlorener Freiheit ist, widersetzt sie sich den Konventionen und geht ihren eigenen Weg. Bald wird sie zur gefeierten „Oiran“, der ranghöchsten Kurtisane. Allein ihr Blick macht Männer willenlos. Doch Ruhm zählt für eine Gefangene nichts. Als ein toter Kirschbaum in Yoshiwara plötzlich Blüten trägt, weiß sie, was zu tun ist: Sie folgt ihrem Herzen und dem Mann, der ihr einst ein Versprechen gab ...
Die Edo-Zeit als Pop-Märchen: Die international erfolgreiche Fotografin Mika Ninagawa skizziert in ihrem Filmdebüt in stilvoll schrillen Bildern das Leben einer eigenwilligen und leidenschaftlichen Frau im Japan des 18. Jahrhunderts.
Achtung, der Termin am Mittwoch, 23. Juli, findet nicht statt. Sonntag, 18. Mai | 29. Juni und 20. Juli (ausgebucht),
jeweils von 15 Uhr bis 17.40 Uhr
Mittwoch, 21. Mai | 4. Juni | 11. Juni | 18. Juni und 9. Juli,
jeweils von 15 Uhr bis 17.40 Uhr
Themenexkursion
Daigo-ji und der Japanische Garten Bonn Ausstellungs- und Gartenbesuch in Kooperation mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Bonn
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Ausgehend vom geführten Besuch der „Daigo-ji-Ausstellung“ begibt sich die Gruppe zu Fuß in die Rheinaue in Bonn, um den Japanischen Garten zu entdecken, den die Stadt Bonn 1979 als Geschenk der japanischen Regierung anlässlich der Bundesgartenschau erhielt.
Marianne Mönch, Ehrenvorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Bonn, führt Sie nach dem Ausstellungsbesuch in die Geheimnisse japanischer Gärten ein.
Teilnahmegebühr: 8 EUR / ermäßigt 6 EUR, plus Führungsgebühr: 7 EUR pro Person
Eine schriftliche Anmeldung ist für Einzelpersonen und Gruppen (mind. 15, max. 25 Personen) spätestens 7 Werktage vor jedem Termin notwendig.
(Fax: 0228 9171-244, E-Mail: paedagogik@kah-bonn.de oder per Post)
Die Anmeldebestätigung wird Ihnen zugesandt und ist zum jeweiligen Termin mitzubringen.
Treffpunkt: Kasse/Info
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Vital Japan, 2004, 86 Min., OmU, FSK: ab 16
Regie: Shinya Tsukamoto, mit Tadanobu Asano, Nami Tsukamoto, Kiki, Hana Kino
„Vital“ ist das Psychogramm eines jungen Mannes, der sein biographisches Gedächtnis verloren hat. Hiroshi Takagi wacht nach einem schweren Autounfall im Krankenhaus auf. Er weiß nicht mehr, was er gemacht hat, wer er ist. Intuitiv setzt er sein Medizinstudium fort. Dann kommt das Anatomiepraktikum. Auf dem Seziertisch von Hiroshis Gruppe liegt der Körper einer jungen Frau. Als Hiroshi beginnt, sie zu sezieren, kehrt ein Teil seiner Erinnerung zurück. Er realisiert, wen er vor sich hat: Ryôko, seine Freundin, die bei dem Autounfall ums Leben kam ...
Obwohl der japanische Kultregisseur Shinya Tsukamoto (*1960) sicherlich kein konventionelles Genrekino macht, könnte man die meisten seiner bisherigen Filme unter „Body Horror“ ablegen. Tsukamoto schafft mit kraftvollen, umwerfenden Bilder zwischen Schönheit und Schrecklichkeit einen ruhigen, intensiven und verstörenden Film, der in seinem morbiden Nihilismus viele Fragen aufwirft, jedoch auch viele (philosophische) Antworten gibt.
Themenexkursion zur Ausstellung für Schulklassen
Daigo-ji und der Japanische Garten Bonn Ausstellungs- und Gartenbesuch in Kooperation mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Bonn
Dauer: ca. 2 Stunden
Ausgehend vom geführten Besuch der „Daigo-ji-Ausstellung“ begibt sich die Gruppe zu Fuß in die Rheinaue in Bonn, um den Japanischen Garten zu entdecken, den die Stadt Bonn 1979 als Geschenk der japanischen Regierung anlässlich der Bundesgartenschau erhielt.
Marianne Mönch, Ehrenvorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Bonn, führt Sie nach dem Ausstellungsbesuch in die Geheimnisse japanischer Gärten ein.
Teilnahmegebühr: Schulklassen pro Klassenverband 75 EUR plus Führungsgebühr 3 EUR pro Person
Eine schriftliche Anmeldung ist spätestens 7 Werktage vor jedem Termin erforderlich (max. 25 Personen).
(Fax: 0228 9171-244, E-Mail: paedagogik@kah-bonn.de oder per Post)
Treffpunkt: Kasse/Info
Japanische Kalligraphie Japanischsprachiger Vortrag mit Übersetzung, Kalligraphie-Livedemonstration und anschließender Versteigerung der kalligraphischen Kostbarkeiten im Forum
Unter den herausragenden Kunstwerken, die die Ausstellung zeigt, befinden sich kunstvolle Kalligraphien, Sutren – die heiligen Schriften des Buddhismus – von unschätzbarem Wert.
Auf der Basis dieser Exponate wird Hiroyuki Shimatani, Leiter der Forschungsabteilung des Tokyo National Museum und Meister der Kalligraphie, in die Schönheit der japanischen Schriftkunst einführen. Schwerpunkte dieser ungewöhnlichen Entdeckungsreise sind: „Chinesischer Charakter und Japanischer Charakter“, „Chinesischer Stil und Japanischer Stil“, „Religiöser Glaube und Kalligraphie“ und „Schönheit des Schmuckpapiers“. Im Anschluss an seinen Vortrag wird Hiroyuki Shimatani mit Pinsel und Tusche live demonstrieren wie Kalligraphie entsteht. Das Publikum darf "Schreib-Wünsche" äußern, die Hiroyuki Shimatani auf Papier umsetzt.
Der Höhepunkt der Veranstaltung wird sicherlich die anschließende Versteigerung der kalligraphischen Kostbarkeiten, die Shimatani zu Papier gebracht hat, sein. Der Erlös der Versteigerung kommt der Arbeit des Fachgebiets Pädagogik der Kunst- und Ausstellungshalle zugute.
Die Besucher können die Kalligraphie-Livedemomstration auf der Kinoleinwand im Forum bis ins Detail verfolgen.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist auf 350 Personen begrenzt.
Anmeldeschluss: 28. Mai
(Fax: 0228 9171-244, E-Mail: paedagogik@kah-bonn.de oder per Post) Die Anmeldebestätigung wird Ihnen zugesandt und ist zum jeweiligen Termin mitzubringen.
Treffpunkt: Kasse/Info
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Strange Circus Japan 2005, 108 Min., OmU, FSK: ab 18
Regie: Sion Sono, mit Issei Ishida, Mai Takahashi, Tomoro Taguchi, Masumi Miyazaki, Rie Kuwana
Die kleine Mitsuko wird von ihrem Vater, einem Schuldirektor, missbraucht. Doch ist diese grausame Geschichte nur Ausgeburt der Fantasie einer exzentrischen Schriftstellerin, oder schreibt sie biografisch? Ihr Assistent Yuji setzt alles daran, mehr über sie heraus zu finden.
Gleich zu Beginn wird der Zuschauer mitten in einen Albtraum geworfen, aus dem er sich bis zum Ende des Films nicht mehr befreien kann. Die verwirrenden Elemente der Geschichte, die mit stets neuen Wendungen zu überraschen wissen, zaubern zugleich eine Stimmung, die an die Filme von David Lynch erinnert. Der ehemalige Experimentalfilmer Sion Sono zieht durch sein Wechselspiel der Realitäten die Spannungsschraube an und enthüllt einen wahrhaft erstaunlichen Zirkus.